Hochschulsystem

Das deutsche Hochschulsystem zeichnet sich durch eine besondere Vielseitigkeit aus: Je nach geplanter Ausrichtung finden Sie das jeweils auf Ihre Wünsche zugeschnittene Angebot. Von den praxisorientierten Fachhochschulen, der klassischen Universitätsausbildung bis hin zur Berufsakademie, die weltweit einen einzigartigen Ruf genießt - in Deutschland finden Sie einfach alles! Hochschuleinrichtungen gibt es über das gesamte Bundesgebiet verteilt - ob in der Großstadt oder im Grünen. Altehrwürdig oder hochmodern, klein und überschaubar oder groß und pulsierend, das gesamte Spektrum ist vorhanden. Sie müssen sich nur noch das Passende aussuchen!


Produktionstechnisches Zentrum der Technischen Universität Berlin

Universität Bonn

Universität des Saarlandes, Campus Homburg

Wer sich Wissen gerne anhand von Theoriemodellen aneignet, der kommt vor allem an einer Universität auf seine Kosten. Wer lieber anwendungsbezogen lernt, der ist besonders gut an einer Fachhochschule aufgehoben. Hochbegabte NachwuchskünstlerInnen können sich an den Kunst-, Musik- und Filmhochschulen sehr gut entfalten. Menschen, die einen sozialen Beruf ergreifen wollen, werden darauf exzellent an den kirchlichen Hochschulen vorbereitet. Künftige Führungskräfte in der Wirtschaft erlernen ihr Business besonders gut an einigen ausgewählten Privathochschulen - allerdings für teures Geld.


staatlich
privat
kirchlich
gesamt
Universitäten
81
21
13
115
Fachhochschulen
103
93
18
214
Kunst-, Film- und Musikhochschulen
46
3
8
57
gesamt
230
117
39
386
Quelle: www.hochschulkompass.de

Bologna-Prozess

Seit der Erklärung von Bologna 1999 werden in Europa neue Studienprogramme und neue Studienabschlüsse eingeführt. Dadurch sollen u.a. die Mobilität der Studierenden innerhalb Europas erhöht und die Studienabschlüsse besser vergleichbar gemacht werden. Ein weiteres Ziel ist die Verkürzung der Studienzeit bis zum ersten akademischen Abschluss. Eine Folge der Erklärung von Bologna ist die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen. Die Bachelor-Studiengänge dauern 3-4 Jahre, die Master-Studiengänge 1-2 Jahre.

Informationen zum Bologna-Prozess finden Sie hier.

Die Universität#

Die Universität ist die klassische Form der Hochschule. Die derzeit 115 Universitäten, zu denen so bekannte Universitäten wie die in Heidelberg, München, Tübingen oder die Humboldt Universität Berlin zählen, bieten eine klassische wissenschaftliche Ausbildung auf hohem wissenschaftlichem Niveau mit einem sehr großen Fächerspektrum an. Einige Universitäten, wie die RWTH Aachen, haben einen starken technisch-orientierten Schwerpunkt und bezeichnen sich daher als Technische Universität (TU) oder Technische Hochschule (TH), obwohl dort heute auch zunehmend geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer studiert werden können. Das deutsche Ideal von der Universität als einer Einheit von Forschung und Lehre prägt auch heute noch die Art der Ausbildung: Das Studium an einer Universität ist stark theoretisch ausgerichtet und weniger praxisorientiert.

Eine Sonderform im deutschen Hochschulwesen stellen Hochschulen dar, die auf ein einziges Fachgebiet spezialisiert sind. Dazu zählen: die Medizinische Hochschule Hannover, die Tierärztliche Hochschule Hannover, die Deutsche Sporthochschule Köln oder die Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer.

Die Fachhochschule (FH)

Fachhochschule Giessen-FriedbergDie Fachhochschulen wurden in den siebziger Jahren gegründet. Damals bemerkten die deutschen TechnikerInnen und Ingenieure, dass eine spezielle Bildungseinrichtung für ihren Bereich fehlte. Aus den vereinzelten Ingenieurschulen und Wirtschaftshochschulen entstand ein neuer Hochschultyp: die Fachhochschule. Daraus erklärt sich das Fächerspektrum der Fachhochschulen: hier werden ingenieurwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche und gesellschaftswissenschaftliche Fächer gelehrt. Ein Medizin- oder Lehramtsstudium oder ein klassisches Jurastudium kann man an einer Fachhochschule hingegen nicht absolvieren. Insgesamt gibt es in Deutschland 214 Fachhochschulen.

Im Gegensatz zu den Universitäten sind Forschung und Lehre an Fachhochschulen immer anwendungsorientiert. Das Studium ist stärker strukturiert; statt Theorie wird eher die Praxis gelehrt. Das hat den Vorteil, dass die Studiendauer deutlich kürzer ist als an der Universität.
Der starke Anwendungsbezug der Fachhochschulen macht sich auch im Profil der DozentInnen und ProfessorInnen bemerkbar: Viele von ihnen bringen Berufserfahrungen aus Industrie, Wirtschaft oder Sozialarbeit mit. Dieses Know-how befähigt sie, den Studierenden Einblicke in die Abläufe, Arbeitsweisen und Erwartungen von Unternehmen oder sozialen und kulturellen Einrichtungen zu vermitteln. Obligatorische Studienpraktika (in der Regel sind ein bis zwei Praxissemester Pflicht) runden den Wissens- und Praxistransfer für die Studierenden ab.

Kunst-, Musik- und Filmhochschulen

MalerIn, SchauspielerIn, DirigentIn: Wer seine künstlerische Begabung zum Beruf machen will, ist an einer der 57 staatlich anerkannten Kunst-, Musik- oder Filmhochschulen in Deutschland bestens aufgehoben. Das Spektrum der Studiengänge reicht von Malerei, Gestaltung und Architektur bis hin zu Regieführung, Musik und Schauspiel. Renommierte Kunstschaffende aus dem In- und Ausland garantieren dafür, dass der Nachwuchs seine Talente voll entfalten kann und den nötigen Praxisbezug erhält. So bieten zum Beispiel die Filmakademie Ludwigsburg, die Hochschule für Fernsehen und Film in München und die Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg stark praxisbezogene Ausbildungen für Regisseure und Regisseurinnen, Kameraleute, DrehbuchautorInnen und ProduktionsleiterInnen an. Die Kunsthochschule für Medien Köln oder die Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe wiederum haben sich als Ausbildungsstätte für Medienkunst- und Medientechnik etabliert.

Besonders begehrt bei ausländischen Studierenden sind die Musikhochschulen. Dort werden künftige SängerInnen, DirigentInnen, Instrumentalmusiker, MusikpädagogInnen und MusiklehrerInnen ausgebildet. Darüber hinaus bieten einige Musikhochschulen auch Ausbildungsgänge in Jazz (zum Beispiel Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, Hochschule für Musik Köln), Musiktheater-Regie (zum Beispiel Folkwang Hochschule Essen, Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin), Bühnentanz (Hochschule für Tanz Dresden, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main) oder Kirchenmusik (Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf) an.

Bei den Musikhochschulen gilt ebenso wie bei den Kunst- und Filmhochschulen: Die Zahl der Studienplätze ist stark begrenzt. Nur wer bei der Eignungsprüfung sein Talent beweist hat eine Chance. Ohne Mappen mit eigenen Arbeiten, Referenzen und häufig auch Aufnahmeprüfungen gibt es auch keinen Zutritt an eine der Kunst- und Filmhochschulen. Dafür können besonders Begabte auch ohne Hochschulreife zugelassen werden.

Kirchliche Hochschulen

Das Profil der rund 40 kirchlichen Hochschulen in Deutschland ist weitaus breiter gefächert als die Bezeichnung „kirchlich" vermuten lässt. Neben PriesterInnen und TheologInnen werden dort auch künftige Sozial-, Heil- und ReligionspädagogInnen, Fachkräfte für das Pflege- und Gesundheitswesen und KirchenmusikerInnen qualifiziert. Die meisten dieser Studienangebote werden von den Fachhochschulen durchgeführt, die in Trägerschaft der evangelischen oder katholischen Kirche stehen.

Privathochschulen#

Private Hochschulen haben sich in den letzten Jahren in der deutschen Hochschullandschaft etabliert. Angeboten werden vor allem rechts-, wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fächer. Private Hochschulen bemühen sich häufig um enge Kontakte zur Wirtschaft, von denen die Studierenden nach Studienabschluss profitieren sollen. Dies hat allerdings seinen Preis: Studienbewerber müssen einen Auswahltest bestehen und jährlich bis zu 20.000 Euro Studiengebühren zahlen. Private Hochschulen benötigen eine staatliche Anerkennung, um Studienabschlüsse anbieten zu können, die mit denen staatlicher Bildungseinrichtungen gleichwertig sind.


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